KZ-Gedenkstätte Vught

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Das ist zu sehen

Die Gedenkstätte Vught befindet sich auf einem Teil des historischen Geländes des ehemaligen SS-Konzentrationslagers Herzogenbusch, auch bekannt unter Kamp Vught (Januar 1943-September 1944).
In der Gedenkstätte bzw. dem Museum gibt es verschiedene Ausstellungen, einen Besinnungsraum und eine Reaktionswand. Das Museum besteht aus einem Innen- und Außenbereich. Im Außenbereich können Sie anhand eines Modells aus Naturstein sehen, wie groß das Lager war und aus welchen Gebäuden es bestand.

Es wurden außerdem drei Wachtürme, die alle 100 Meter standen, rekonstruiert. Die nachgebaute Baracke gibt ein Bild davon, wie die Häftlinge untergebracht waren. Die Rekonstruktion ist halb so groß wie eine ursprüngliche Baracke.
Auf dem Kinderdenkmal steht der Name und das Alter der 1269 jüdischen Kinder, die im Juni 1943 mit dem “Kindertransport” weggeführt worden sind.
Auch zu sehen ist das Krematorium, dort wurden die Leichen der Häftlinge verbrannt, die im Lager verstorben oder ermordet worden sind.
Zudem gibt es ein Denkmal auf dem Hinrichtungsplatz, mit den Namen der 329 dort erschossenen Häftlingen. Dieses liegt im Wald, ca. 20min Fußweg entfernt.
Die Texte der Dauerausstellung sind nur auf Niederländisch. Die Wechselausstellungen sind meistens ins Englische übersetzt. Es gibt eine Audio-Tour auf Deutsch. Oft besuchen uns deshalb Schulen und Erwachsenengruppen aus anderen Ländern im Gruppenverband, denn Sie können für einen sehr attraktiven Preis Führungen in Ihrer Sprache buchen.
Parken ist gratis, auch für Busse gibt es einen nahe gelegenen gratis Parkplatz.

Seit November 2013 ist “Barak 1B” geöffnet; es handelt sich hierbei um die letzte authentische Baracke des Lagers Vught. Diese Ausstellung ist zweisprachig: Englisch und Niederländisch.

Schulen: Pädagogische Materialien

Kamp Vught in de klasSie buchen bei uns die Führung zusammen mit einem vorbereitendem Unterrichtspaket. Das vorbereitende Unterrichtspaket heißt ‘Kamp Vught im Unterricht’. Der Film hiervon ist mit deutscher Untertitelung erhältlich, das gedruckte Material wird zukünftig in Englisch erhältlich sein. Für die 5. und 6. Klasse gibt es den Film ‘Leere Plätze’ und für die 7.-12. Klasse den Film ‘Wer hilft mir jetzt noch’.

Trailer ‘Kamp Vught im Unterricht’:

Führung

Sie können bei der Gedenkstätte Vught einen geführten Rundgang buchen, nach Absprache über Datum und Zeit.
Der Preis für eine Erwachsenenführung beträgt € 70,00 plus € 3,50 pro Teilnehmer (max. 25 Personen).
Gruppen mit Rabatt zahlen nur € 70,00. Das betrifft: Uniformierte, Veteranen, Nahstehende von ehemaligen Häftlingen.
Jugendgruppen stellen wir € 45,00 in Rechnung.
Für einen geführten Rundgang in einer Fremdsprache gibt es pro Führung € 10,00 Zuschlag.

Führungen buchen& Kontakt

Von Montag bis Freitag können Sie mit Liesbeth Prijt/ Jessica Gommers Kontakt aufnehmen (Telefon +31 73 6566764). Sie können eine Führung auch über den Kalender buchen. Hier finden Sie die Data, an welchen Sie eine Führung buchen können. Blättern Sie im Kalender nach dem gewünschten Datum, klicken Sie auf „kies“ ( Auswählen), dann auf das gewünschte Datum. Sie kommen dann zum Online- Formular, mit dem Sie eine Führung buchen können.
Für alle Data gilt, dass Ihre Reservierung erst definitiv ist, nach dem das Sekretariat diese persönlich bestätigt hat.

Achtung: Das Geben von Führungen ist nur offiziell anerkannten Guides von Nationaal Monument Kamp Vught gestattet. Mit einer Klasse können Sie uns nur nach Absprache besuchen.
Neben einer Führung gibt es noch weiter Möglichkeiten, die Ihr Programm ergänzen, sowie
• das Mieten von einem Raum für eigene Aktivitäten;
• eine selbstständige Wanderung zum Hinrichtungsplatz;
• das Zeigen eines Filmes (‘Kamp Vught in de klas’ mit deutscher Untertitelung, max. 80 Personen – € 15,00);
• ein Vortrag von einem Gastsprecher.
Wenn Sie mehr über diese zusätzlichen Programmteile wissen möchten, kontaktieren Sie uns bitte.

Ausstellung ‘Essen in Kriegszeiten’

Vom 1. Juli 2017 bis zum 31. März 2018 ist in der KZ-Gedenkstätte die Ausstellung Essen in Kriegszeiten zu sehen. Fünf bekannte niederländische Köche nahmen die Herausforderung an, Gerichte zu kreieren, die nur aus Zutaten der Besetzungsjahre der Niederlande (1940-1945) bestehen. Im Fokus stehen hierbei die Köche Edwin Florès, Julius Jaspers, Bobby Rust, Angélique Schmeinck und Pierre Wind. Wie stand es mit dem Essen in Kriegszeit wirklich?

Die Ausstellung gibt eine überraschende Sicht auf die Besetzungsperiode und geht auf die „Essenstrends“ dieser Zeit ein. Die Ausstellung ist durch das Widerstandsmuseum Amsterdam entwickelt worden.
Die Texte der Ausstellung sind auf Niederländisch und Englisch verfasst.

Aufmerksamkeit für gutes und gesundes Essen ist ein Trend: weniger Fleisch, Milchprodukte und Fette und dafür mehr pflanzliche Produkte. Wir wollen Gemüse aus der Saison. Am liebsten Biologisch, selbst angebaut oder gepflückt. Was jetzt „in“ ist, wurde während des zweiten Weltkrieges notgezwungen in die Praxis umgesetzt. 1940 fiel der Import weg und die Niederlande musste zum Selbstversorger werden. Dadurch veränderte sich der Nährwert beachtlich: weniger Fette und Fleisch und mehr Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Das tägliche Essen wurde, bis zum Hungerwinter von 1944-1045 in den westlichen Städten, sogar gesünder im Vergleich zu den Jahren vor 1940.

Ein Gericht für jedes Besetzungsjahr

In kurzen Filmen in der Ausstellung bereitet die Konservatorin aus dem Widerstandsmuseum, zusammen mit bekannten Köchen Gerichte mit Zutaten aus der Besetzungszeit zu. Metz erklärt dabei den historischen Hintergrund; der Koch geht auf die Essensware und den Geschmack ein und legt so eine Verbindung zu Kochtrends von Heute. So zeigt Pierre Wind, dass die Rezepte der 30er Jahre sehr fettreich waren, Michelin-Sternekoch Bobby Rust kocht so wie um 1940/41 – mit Bohnen als Fleischersatz, ‘Wildpflücker’ und Koch Edwin Florès kocht ein Gericht aus den Jahren 1942/43 mit Zutaten aus dem Vondelpark, einem der größten Parks Amsterdams, Angélique Schmeinck, Fernseh-Köchin von “24Kitchen”, kocht wie zur Zeit des Hungerwinters 1944/45 mit Blumenzwiebeln und Julius Jaspers, vom Fernseh-Programm “Topchef” stellt ein Gericht zusammen aus einer ‘Mystery Box’ mit Zutaten aus „Care-Paketen“, die mit der Befreiung in die Niederlande geschickt wurden.

Essen auf einem Bon

In der Ausstellung werden die verschiedensten Aspekte rund um das Thema Essen und Lebensmittel während des zweiten Weltkrieges aufgegriffen. So geht es beispielsweise um Tee, wovon 1943 ein Pfund 180 Gulden (das entspricht einem Monatslohn) auf dem Schwarzmarkt kostete. Des Weiteren geht es um Lebensmittelmarken, Ersatzlebensmittel und das zur Neige gehen von Lebensmitteln.
Für Kinder ab 10 Jahren ist ein gratis Rätselbuch erhältlich. Die Ausstellung enthält viele historischen Informationen und Inspirationen für Kochliebhaber von Heute. Während der Ausstellung eine spezielle Vitrine mit Objekten und Dokumenten über Lebensmittel im Lager Vught zu sehen sein.

Nationaal Monument Kamp Vught
Lunettenlaan 600
5263 NT Vught, the Netherlands
Tel: +31 (0)73-65 66 764
info@nmkampvught.nl

Öffnungszeiten Nationaal Monument Kamp Vught:
Dienstag bis Freitag 10:00 – 17:00
Montag (April bis einschl. September)
Samstag, Sonntag& Feiertage 12:00 – 17:00
Geschlossen:
Montag (Oktober bis einschl. März)
25. & 31. Dezember
1. Januar, 8.-31. Januar

Öffnungszeiten Barak 1B:
Mittwoch, Samstag, Sonntag 12:00 – 17:00 extra in die Ferien (bis 8. Mai).
Geschlossen:
25. und 31. Dezember,
1. Januar, 8. -31. Januar!

Eintritt (combi-ticket):
€ 6,00 für Erwachsene
€ 3,00 für 10 – 17 Jahren
€ 15,00 family-ticket (max. 2 Erwachsene & 3 Kinder)
€ 2,00 Audio-tour auf Deutsch
Eintritt frei: 1. Mittwoch  im Monat

Planen Sie Ihre Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf 9292. Nehmen Sie ein Zonentaxi ab dem Bahnhof ‘s-Hertogenbosch.

© 2016. Uebersetzung: Helene Middelhauve & Maja Grissinger